Selbstliebe IST…

Mit dem Thema Selbstliebe sind die meisten von uns überfordert. Insgeheim wünscht sie sich jeder und gleichzeitig erzeugt der Wunsch Scham. Es gibt wenige Menschen, die sich selbst ganz unverkrampft lieben und das vielleicht auch noch mitteilen.

Irgendwie komisch sich selbst Liebe entgegen zu bringen, schließlich will niemand für narzisstisch gehalten werden. Fühlt sich auch “kindisch” an. Wahrscheinlich weil wir den natürlichen Zustand von Selbstakzeptanz und Selbstliebe seit den frühen Kindertagen nicht mehr kennen.

Mit der Idee von Selbstbewusstsein und Selbstsicherheit haben wir hingegen keine Probleme. Dafür wollen wir einiges tun und gehen sogar gerne mal zum Coach, damit wir so richtig fit und erfolgreich sind.

Selbstliebe ist anders.

Abschauen kann man sie sich am besten von wahrer Liebe.

Liebe IST einen anderen Menschen in seinem Wesen zu erkennen, seine Fehler und Unzulänglichkeiten zu verstehen, ihn dafür sogar umso mehr zu lieben und ihn kein bisschen verändern zu wollen.

Selbstliebe IST genau das Gleiche. Sich selbst als die Person, die man im innersten Kern ist erkennen, sich nicht mehr mit der Person verwechseln, die man sein möchte und sich bedingungslos annehmen, auch mit den „Macken“.

Selbstliebe ist wie wahre Liebe selten, weil so viele Menschen sich und Andere mit ihren Masken verwechseln. Sie suchen nach der Person, die sie sein wollen. Das authentische Selbst ist fremd geworden und bleibt in seiner Vielschichtigkeit im Verborgenen. Das Fremde und Verborgene macht immer Angst und so sucht man gar nicht mehr danach.

Selbstliebe stellt sich nicht von heute auf morgen ein, sondern allmählich. Sie ist ein Prozess und fängt mit der Entscheidung an sie zuzulassen.

Wenn es im Leben einen höheren Sinn gibt, dann den, liebevoll die Beziehung zum eigenen Wesenskern wieder aufzunehmen.