Weiblichkeit empowern durch weibliche Archetypen

Archetypen sind mächtig, weil sie auf unser Unterbewusstsein wirken. Wir alle tragen diese kollektiv geteilten Bilder in uns. Weibliche Archetypen stehen für verschiedene Aspekte von Weiblichkeit bzw. verschiedene Formen weiblicher Energie („vibes“), die alle Frauen in sich haben, aber nicht unbedingt zum Ausdruck bringen.

Mädchen werden in der Kindheit vor allem in ihren männlichen Eigenschaften (Anstrengung, Erfolg, Zielstrebigkeit, Führungsstärke etc.) bestärkt, während sie lernen Weiblichkeit (Sanftheit, Verspieltheit, Wildsein, nur sein etc.) als falsch oder nicht wünschenswert einzuordnen. Je nachdem wie der Vater auf die weibliche Energie reagiert, kann das heranwachsende Mädchen mit weiblicher Ausstrahlung sogar Scham verbinden. Vielleicht mussten wir als Mädchen auch unsere Familie managen, den Laden am Laufen halten, weil unsere Eltern nur bedingt dazu fähig waren und unser seelisches und physisches Überleben davon abhing. Wir mussten als Mädchen also „unseren Mann stehen“.

Das führt dazu, dass wir später als Frauen unser Frausein als mangelhaft erleben und versuchen vorwiegend männlich zu denken und zu handeln. Unsere Gesellschaft wird vom männlichen Prinzip dominiert. Männlichkeit wird mit Erfolg assoziiert. Das Leben zu empfangen und Dinge auf sich zukommen zu lassen (weibliches Prinzip) führt jedoch oftmals viel eher zu Glück. Aufgrund unserer Prägung können wir Frauen uns aber nicht vorstellen, dass wir mit weiblichen Eigenschaften überleben. Wir trauen ihnen nicht wirklich über den Weg und haben sie seit unserer Kindheit in uns verdrängt.

Wenn wir Frauen ausschließlich männlich ausgerichtet sind, geht unser eigentlicher Wesenskern verloren. Es ist als ob wir dauernd in einem Luftraum atmen, der nicht der unsere ist. Männlichkeit zu verkörpern ist für uns Frauen anstrengend und raubt uns Energie und Lebensfreude. Wir „stehen unseren Mann“ und drücken damit nur unsere verletzte Form von Weiblichkeit aus. Das führt zu den ständigen Konflikten zwischen Mann und Frau. Beide befinden sich in einer Art Konkurrenz. Die sich ergänzenden und sich unterstützenden Energieformen von männlich und weiblich finden nicht harmonisch zueinander, wenn ein Teil des Teams oder beide Teile nicht in dem ihm /ihr zugedachten „Vibe“ schwingen.

Männer und Frauen sind ganz anders und das ist gut so. Das macht die Anziehung zwischen Männern und Frauen aus. Nur in ihrer Gegensätzlichkeit können sie sich beflügeln.

Das Spiel mit den weiblichen Archetypen kann die vergessene Weiblichkeit in Frauen erwecken. Denn die verschiedenen weiblichen Energieformen schlafen, völlig unberührt von dem, was eine Frau in ihrem Leben bisher erfahren hat, ihren Dornröschenschlaf im Unterbewusstsein. Werden sie spielerisch geweckt, kann eine Frau zu völlig neuer innerer Kraft, Ganzheit und Unversehrtheit finden. Die weiblichen Kräfte in ihr wirken so empowernd, weil sie im Unterbewusstsein bisher unantastbar und unverletzbar verborgen lagen.

Das Spiel mit den weiblichen Archetypen ist so heilsam, weil sie alle unversehrt in uns Frauen schlummern, unabhängig davon, was wir im Leben bisher erfahren haben. Wir müssen sie nur in uns wach küssen.

DIE GÖTTIN

Ruhig, gelassen, weit, allwissend, milde, machtvoll, konzentriert, unsterblich, kraftvoll, selbstgenügsam

DIE KÖNIGIN

Edel, erhaben, selbstbewusst, amüsiert, sicher, wertvoll, zufrieden

DAS MÄDCHEN

pur, unschuldig, liebend, verletzlich

DIE PRINZESSIN

Witzig, frech, ungezähmt, kreativ, lebensfroh

DIE HOHEPRIESTERIN

Nicht von dieser Welt, heilend, dienend, klar, demütig, intuitiv

DIE VERFÜHRERIN

Anziehend, lecker, genussvoll, selbstverständlich, körperlich, sinnlich